Quinoa hat in den letzten Jahren an Bekanntheit gewonnen und das mit gutem Grund. Aufgrund seiner besonders guten Nährstoffrelation wird Quinoa häufig als Superfood bezeichnet. Wir schauen uns an, was dahintersteckt!
Was ist Quinoa?
Quinoa zählt, ebenso wie Buchweizen und Amaranth, zu den Pseudogetreiden. Als Pseudogetreide werden Lebensmittel bezeichnet, die ähnlich wie herkömmliches Getreide zubereitet werden, botanisch gesehen aber aus einer anderen Familie stammen. Während Getreide zu der Gattung der Süßgräser gehört, stammt Quinoa aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Es gibt in Deutschland unterschiedliche Arten von Quinoa zu erwerben. Es wird weißer, roter, schwarzer Quinoa sowie Mixprodukte unterschieden. Weißer Quinoa öffnet seine Struktur im Kochprozess. Er schmeckt mild und ist vielseitig einsetzbar. Schwarzer und roter Quinoa haben eine festere Konsistenz und schmecken etwas intensiver. In ihrer Nährstoffzusammensetzung unterscheiden sich die Sorte nicht.
Welche ernährungsphysiologischen Vorteile hat Quinoa?
Das Pseudogetreide Quinoa ist glutenfrei und damit auch für Personen mit einer Glutenunverträglichkeit geeignet. Quinoa ist eine wahre Nährstoffbombe. Neben des hohen Ballaststoffgehaltes sticht Quinoa auch aufgrund seines hohen Eiweißanteils von 14g auf 100g hervor. Auch bezüglich des Aminosäureprofils punktet Quinoa. Es enthält, als eines von wenigen pflanzlichen Lebensmitteln, alle neun essenziellen Aminosäuren! Aufgrund seines hohen Proteinanteils sorgt Quinoa für eine langanhaltende Sättigung.
Wusstest du, dass Protein der Makronährstoff mit der größten Sättigung ist?
Gleichzeitig hat das Pseudogetreide einen Fettgehalt von ca. 7g. Dieser liegt damit deutlich höher als bei herkömmlichem Getreide, wie Weizen, Dinkel oder Roggen. Positiv: Quinoa hat dabei einen hohen Anteil wertvoller ungesättigter Fettsäuren.

Merke: Natürliche Lebensmittel mit einem hohen Fettanteil sind nicht automatisch ungesund. Sie können wertvolle Fette liefern und dabei zur Gesundheit beitragen! Dazu zählen beispielsweise auch Nüsse. Die unterschiedlichen Eigenschaften von Nüssen kannst du hier nachlesen!
Quinoa überzeugt aber nicht nur bei seinen Makronährstoffen. Auch hinsichtlich der Mikronährstoffe ist Quinoa ein Volltreffer! Quinoa ist nämlich reich an Mineralstoffen, wie Magnesium (300mg/100g), Eisen (8mg/100g), Kalium (800mg/100g) und Calcium (120mg/100g). Diese Mineralstoffe sind wichtig für verschiedenste Aufgaben im Körper, wie zum Beispiel für die Blutbildung und die Knochengesundheit. Aufgrund seiner positiven Nährstoffrelation wird Quinoa gerne in der vegetarischen und veganen Ernährung verwendet.
Darauf solltest du bei der Zubereitung von Quinoa achten!
Quinoa enthält auf natürliche Weise bittere Saponine in der Schale. Der Pflanzenstoff schützt vor Schädlingen, kann aber auch für den Menschen giftig wirken, indem er die Darmschleimhaut und die Blutzellen angreift. Demnach sollte Quinoa nur geschält verzehrt werden und vor dem Kochvorgang nochmals gründlich unter fließendem Wasser abgespült werden. So kann sichergestellt werden, dass die wasserlöslichen Saponine nicht mehr im Produkt enthalten sind. Entwarnung: Ohnehin ist Quinoa, der in Deutschland vertrieben wird, nur im geschälten Zustand erhältlich. Das gründliche Waschen von Quinoa liegt in der eigenen Verantwortung.
Hast du Quinoa schon einmal probiert? #dasistdrin
Quinoa ist nicht das einzige Lebensmittel, das du vor dem Kochprozess waschen solltest. Um welches Lebensmittel es sich handelt und welcher bedenkliche Stoff darin enthalten ist, erfährst du hier!