Osteoporose ist eine Erkrankung, die durch eine Abnahme der Knochendichte und -masse gekennzeichnet ist, wodurch die Knochen brüchig und anfällig für Frakturen werden. Menschen mit Osteoporose haben ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche, insbesondere in den Hüften, Handgelenken und der Wirbelsäule. Selbst kleine Stürze oder geringfügige Belastungen können zu Frakturen führen. Diese Krankheit betrifft weltweit Millionen von Menschen, insbesondere ältere Frauen nach der Menopause. Eine der effektivsten Strategien zur Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose ist die richtige Ernährung, die die Knochengesundheit unterstützt.

1. Die Rolle der Ernährung bei der Prävention von Osteoporose
Es gibt verschiedene Nährstoffe, die bei der Prävention von Osteoporose eine zentrale Bedeutung haben. So ist Calcium ein wesentlicher Baustein für unsere Knochen. Eine ausreichende Calciumzufuhr ist entscheidend für die Knochengesundheit und -dichte. Lebensmittel, die reich an Calcium sind beispielsweise Milchprodukte, grünes Blattgemüse, Fisch sowie angereicherte Lebensmittel, wie Mandeldrink.
Vitamin D ist entscheidend für die Calciumaufnahme im Darm. Ein Mangel an Vitamin D kann zu einem Calciummangel führen, selbst wenn die Calciumaufnahme durch die Nahrung ausreichend ist. Vitamin D kann vom Körper selbst gebildet werden unter der Einstrahlung von Sonnenlicht. Daher sollte Vitamin D vor allem in den Wintermonaten bei weniger Sonnenstrahlung supplementiert werden. Auch Magnesium spielt eine wichtige Rolle bei der Calciumregulation und der Knochenbildung. Wichtige Magnesiumquellen sind Nüsse und Samen, Vollkornprodukte und grünes Blattgemüse.
Vitamin K ist nicht nur bei der Blutgerinnung beteiligt, es unterstützt auch die Knochenbildung und Reparatur. Auch hier kannst du auf grünes Blattgemüse wie Spinat, Brokkoli und Grünkohl zurückgreifen.
Neben Vitaminen und Mineralstoffen sind Proteine notwendig für das Wachstum und die Reparatur von Geweben, einschließlich Knochen. Eine ausgewogene Proteinaufnahme fördert die Knochengesundheit. Welche Lebensmittel als wertvolle Proteinquellen dienen, kannst du hier nachlesen.


2. Fettpölsterchen und Osteoporose: Ein paradoxes Phänomen
Interessanterweise gibt es Hinweise darauf, dass eine moderate Menge an Körperfett präventiv gegen Osteoporose wirken kann. Da Osteoporose vor allem Frauen mittleren Alters betrifft, kann gerade bei dieser Personengruppe gesundes Mehrgewicht vorteilhaft sein. Dies kann zum einen auf die Östrogenproduktion zurückgeführt werden. Fettgewebe produziert Östrogen, ein Hormon, das eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der Knochendichte spielt. Nach der Menopause sinken die Östrogenspiegel bei Frauen ab, was das Risiko für Osteoporose erhöht. Körperfett kann einen Teil dieses Östrogenverlusts ausgleichen und somit die Knochen schützen. Trotz dessen, dass Osteoporose häufiger bei Frauen als bei Männern auftritt, kann ein Testosteronmangel bei Männern ebenso Osteoporose fördern. Zum anderen dient Fettgewebe zur Polsterung. Fettpolster bieten eine gewisse mechanische Polsterung und Schutz bei Stürzen, was das Risiko für Knochenbrüche reduzieren kann. Besonders bei älteren Menschen kann dies eine wichtige Rolle spielen.
Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Calcium, Vitamin D, Protein, Magnesium und Vitamin K ist, ist entscheidend für die Prävention und Behandlung von Osteoporose. Während übermäßiges Körperfett gesundheitsschädlich sein kann, kann eine moderate Menge an Fettgewebe durch die Produktion von Östrogen und mechanischen Schutz einen präventiven Effekt gegen Osteoporose haben. Dennoch sollte das Ziel sein, ein gesundes Körpergewicht durch eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität zu erreichen.
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